03.02.2017

Die Geschichte unseres Sommers

Du lagst neben mir im Meer der weißen Decken und Kissen. Um uns die Geräusche der Nacht, die sich durch die weit geöffneten Fenster zu uns schlichen. Die Lichter der Stadt malten dir Märchen auf deinen nackten Rücken. Die Stadt unseres Sommers. Dein Brustkorb bewegte sich beim Atmen im Takt der leisen Musik. Es war, als ließe sich die ganze Welt auf den Klang eines einzigen Tons reduzieren, und das Einzige, woran dieser Klang mich denken ließ, warst du. 



Manchmal ist Verlangen Luft; manchmal ist Verlangen Wasser. Und hin und wieder, wenn alles zu Luft und Wasser geworden ist, verfestigt sich das Verlangen, und der Körper wird zu einem Magneten, der es anzieht.
Wir wurden für einander zu Magneten. Magneten, anziehend über Distanzen, über Kontinente, über Wochen, Monate, Ewigkeiten.
Wir wurden zu der Geschichte unseres Sommers.




1 Kommentar:

Marjo hat gesagt…

Dein Blog macht mich sprachlos! Er ist so wunderschön! Schreibst du die Texte selber?